Villen-Kolonie Bliersheim

Abseits der Arbeitersiedlungen, aber in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Krupp-Hüttenwerk Rheinhausen, ließ KRUPP um 1900 eine Beamtensiedlung im ehemaligen Stadtteil Bliersheim errichten. Der Standort war so gewählt, dass ein Bereitschaftsdienst bei Betriebsstörungen schnell zur Stelle sein konnte. In der Mitte der parkähnlichen Wohnanlage erreichte man über einen Wegering das Haus des Direktors ( heute Villa "Rheinperle" ) mit nebenstehendem Kutscherhaus und Wagenremise. Um den Ring herum und an den Erschließungsstraßen gruppieren sich die großzügig mit 7-8 Zimmern ausgestatteten, bis zu 400 qm großen Villen der Betriebsführer und der Assistenten, von denen keine der anderen gleicht. Die Meisterhäuser mit 5-7 Zimmern lagen etwas abseits. Zur Villen-Kolonie gehörte ferner ein Kasino (heute: "Casino Bliersheim") das als Restaurant und Clubhaus (Billardzimmer, Kegelsaal, Weinstube)  für leitende Angestellte und zur Bewirtung der Gäste diente.

Von den glatt verputzten Villen mit ihren Erkern, den in Holz konstruierten Loggien und ihren teilweise in Fachwerk ausgeführten Giebeln sind noch 9 Häuser erhalten. Im Zuge der Entwicklung und des Ausbaus des Logport-Geländes, auf dem die Kolonie steht, ist die Restaurierung der Villen zur gewerblichen  Nutzung seit 2010 im Gange. In wenigen Jahren wir die gesamte Villensiedlung wieder in Nutzung sein.

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